Was ist eigentlich Schamanismus?

Schamanismus ist ein uralter spiritueller Weg in vielen Kulturen. Bekannt sind vor allem der sibirische sowie der süd- und nordamerikanische Schamanismus. Aber im Grunde ist jede natur-spirituelle Kultur schamanisch. Sei es das keltische Druidentum, das afrikanische Vodoo (nein, Vodoo ist nicht per se böse) oder die Naturreligion der australischen Aborigines.

Alle basieren auf der tiefen Überzeugung, dass es mehr gibt als die physische Welt und dass alles beseelt ist. Schamanen haben die Fähigkeit übersinnlich wahrzunehmen und kommunizieren mit Naturwesen wie Feuergeistern, Baumgeistern, Steingeistern oder Krafttieren aber auch mit Elfen, Zwergen und Feen. Sie sind in Verbindung mit Geistführern und können sogar in Kontakt mit Verstorbenen treten.

Was machen Schamanen?

Klassisch versteht man unter einem Schamanen/einer Schamanin eine Person, die in Verbindung mit der geistigen Welt steht – eine/n Mittler/in zwischen den Welten. Schamanen genossen seit jeher in ihren Kulturen als Heiler/innen und Priester/innen hohes gesellschaftliches Ansehen.

Sie nehmen in Trance Kontakt zur geistigen Welt auf und finden dadurch heraus, was eine Person benötigt, um in Harmonie zu kommen. Früher vor allem für körperliche Leiden eingesetzt, widmen sich moderne Schaman/innen mit den gleichen Techniken vor allem dem seelischen Wohlbefinden ihrer Klienten.

Schamanische Techniken und Rituale

Schamanen erkennen in Trance, welche Arbeit ihren Klienten dienlich ist. Zu den klassischen Schamanischen Techniken gehören Rückholungen abgespaltener Seelenanteile, Extraktionen von nicht dienlichen Energien aus dem Energiesystem des Klienten, Arbeit mit Krafttieren und Geistführern, Harmonisierung von Teilpersönlichkeiten uvm.

Die Mitarbeit des Klienten ist hier von großer Bedeutung. Er muss seinen Anteil erbringen, denn der erarbeitete neue Zustand muss integriert und gefestigt werden.

Schamanen verehren die Natur. Sie feiern seit jeher Jahreszeitenfeste. Im europäischen Raum feiern sie den Jahresbeginn zu Samhain, der Nacht zum 1. November. Das Erntejahr ist zu Ende und die Erde zieht sich in sich zurück, die Dunkelzeit beginnt. Das Julfest zur Wintersonnwende symbolisiert die Rückkehr des Lichts. Ostara im Frühling ist das Fest, an dem für ein fruchtbares Jahr getanzt und gesungen wird usw.

Die Jahreszeitenfeste werden häufig mit Feuerritualen begangen, aber auch andere Rituale wie Schwitzhütten, Kakaozeremonien, Vollmondzeremonien werden auch heute noch gerne praktiziert. Insbesondere Feuerrituale und Schwitzhütten dienen der Reinigung der Teilnehmenden. Zum Auftakt jeder Zeremonie wird in der Regel eine Räucherung vorgenommen, um die Umgebung zu reinigen und den Raum vorzubereiten.

Meine Art der schamanischen Arbeit

Man kann ein ganzes Leben damit zubringen, Schamanismus zu lernen. Ich selbst wende viele schamanische Praktiken an, aber vermittle meinen Klienten vor allem die grundlegenden: Atemtechniken, Entspannungübungen, Schulung der Wahrnehmung, Achtsamkeit und Meditation, Realitätssteuerung durch bewußte Lenkung von Gedanken und Gefühlen, Trancetechniken zunächst mit einfachen, geführten Trancereisen.

Bei schamanischen Einzelsitzungen gehe zunächst ich in Trance, und verbinde mich mit dem Hohen Selbst des Klienten, sowie mit Naturkräften wie z.B. Krafttieren, um herauszufinden, wo geistige Blockaden sitzen könnten, an denen wir dann gemeinsam arbeiten. Manchmal spalten sich durch schlimme Erlebnisse sogenannte Seelenanteile wie z.B. Mut, Vertrauen oder Leichtigkeit ab, die bei einer Seelenrückholung wieder zurückgeholt und integriert werden können. Dadurch erfährt der Kunde in der Regel große Erleichterung. Auch überholte Glaubenssätze können mit dieser Methode aufgespürt und bearbeitet werden.

Wenn der Klient eine längere Begleitung mit mir vereinbart, haben wir die Möglichkeit, dass er einige dieser Techniken selbst erlernt. Zunächst wird begonnen mit regelmäßigen Energetikübungen und Meditation. Dann lernt der Klient langsam einfache Trancetechniken. Jeder kann außersinnlich wahrnehmen, dazu benötigt es „nur“ regelmäßiges Üben und Dranbleiben.

Wer selbst schamanische Techniken erlernt, wird schnell merken, wieviel innere Heilung durch diese Arbeit geschieht. Man wird ausgeglichener und ruhiger verfolgt das Ziel, sein Leben selbst zu gestalten: